LLH
Cover von Born For More

Album · 1. Oktober 2025

Born For More

Ein Konzeptalbum über einen Aufstieg und einen Absturz, in vierzehn Tracks.

14 Tracks · 55:40

Tracks

Famous0:00
  1. Famous4:13
  2. Little Leak2:36
  3. Glory4:06
  4. Project 14:49
  5. Bye Bye4:55
  6. Orbit2:55
  7. Silver Lining4:44
  8. That Way3:15
  9. Hurricane3:29
  10. October4:51
  11. Temptation3:02
  12. Go Away2:54
  13. Hell of a Life4:13
  14. Born For More5:38

Die Geschichte

Form
Konzeptalbum
Phase
Nach Spacewalk
Energie
Treibend

Vierzehn Tracks über eine Figur, die mit unschuldigem Ehrgeiz anfängt, Erfolg hat, abhebt und abstürzt. Am Anfang ist das nah an mir, unterwegs wird es Fiktion.

Wie es anfing

Born For More hatte am Anfang keinen Plan. Die ersten Songs, etwa „Glory“ und „Go Away“, waren Instrumentals, die ich nebenbei zum Spaß gemacht habe, während ich noch an Spacewalk saß. Ein Rap-Album oder ein Konzeptalbum wollte ich gar nicht machen. Aber die Tracks wurden mehr, und langsam hat sich eine Geschichte ergeben.

Meine erste Idee war ein Egomane, der Demut lernt und am Ende wieder auf dem Boden ankommt. Das wirkte erzwungen, also habe ich es umgedreht: Er steigt auf, und dann stürzt er ab. Eigentlich wollte ich bei meiner alten Regel bleiben, sieben Songs pro Album, aber für diese Geschichte waren sieben viel zu wenig, also habe ich verdoppelt. Manche Tracks gab es schon vor dem Konzept („Project 1“, „Glory“, „Go Away“). Andere habe ich für eine bestimmte Stelle gemacht: „Famous“ als Intro, „Bye Bye“ als Durchbruch, „Orbit“ als Pause.

Die Figur und ich

Der erste Teil ist wohl am nächsten an mir. „Famous“, „Little Leak“ und „Glory“ kommen aus meinen eigenen Zweifeln und daraus, mehr zu wollen, zum Beispiel aus der Frage, ob ein weißer Typ aus Deutschland im Rap überhaupt etwas zu suchen hat. Danach wird es Fiktion. Die Figur wird immer größer, und am Ende erkennt man sie kaum wieder, verloren in Ego und Selbstzerstörung.

Der beste Song auf dem Album ist wahrscheinlich „Silver Lining“. Das ist der Höhepunkt, ein perfekter Tag, an dem alles passt. Aber selbst da deutet die Bridge an, dass es nicht hält, und danach kommt der Absturz.

Sound

Einflüssen hinterhergelaufen bin ich nicht bewusst, aber sie sind da. Ende 2024 habe ich viel Kanye gehört, und My Beautiful Dark Twisted Fantasy hat mich richtig gepackt. Das hat beeinflusst, wie groß das Album werden sollte, und das Cover ist eine offensichtliche Hommage. Ansonsten durfte jeder Song seine eigene Welt haben: „Little Leak“ mit East-Coast-Produktion aus den 90ern, „Temptation“ mit der rauen Energie von The Prodigy, „Project 1“ mit Synths wie auf Yeezus.

Meistens kam erst der Beat, dann der Text. Am schwersten fertig zu kriegen war „October“: Im Drum-Loop ist ein richtig lautes Becken, das mich wahnsinnig gemacht hat. Als der Mix dann stand, wurde es einer meiner Lieblingssongs. Wobei, jeder Song auf dem Album ist mein Lieblingssong, ehrlich gesagt.

Rückblick

Das ist das erste Mal, dass ich etwas so Ehrgeiziges gebaut und es auch wirklich durchgezogen habe. Jeder Track hat einen Grund, da zu sein, und die Produktion ist meinen älteren Sachen weit voraus. Es gibt Dinge, die ich ändern würde, wenn ich die Sessions nochmal aufmache, aber als Ganzes ist es das Beste, was ich gemacht habe. Hoffentlich wird meine eigene Zukunft nicht zu sehr wie die Geschichte. Gegen das Penthouse hätte ich aber nichts.

Jeder Song auf dem Album ist mein Lieblingssong, ehrlich gesagt.